Intervitreale Injektion | « zurück


Eine häufige Ursache für schlechtes Sehen im höheren Lebensalter ist die sogenannte Makuladegeneration. Hierbei kommt es zur Ablagerung von Stoffwechselprodukten im Bereich der Netzhaut (sog. Drusen).

Trockene Makuladegenation mit Drusen
Trockene Makuladegenation mit Drusen

Es gibt zwei Formen der Makuladegeneration: die trockene und die feuchte.

Die trockene Makuladegeneration ist dadurch gekennzeichnet, dass die Sehschärfe über lange Zeit noch relativ gut und stabil ist. Sie ist in vielen Fällen die Vorstufe zur feuchten Makuladegeneration. Hierbei kommt es zu einem rapiden Abfall der Sehschärfe und zur Wassereinlagerung/Blutung in die zentralen Netzhautarale. Der Patient bemerkt häufig, daß gerade Linien wellig sind und oft auch ein zentraler grauer Punkt auftaucht.

Wenn der Augenarzt den Verdacht auf das Vorliegen einer feuchten Makuladegernation hat, so ist die Durchführung einer Farbstoffuntersuchung am Augenhintergrund notwendig, um die Diagnose zu sichern.

Feuchte Makuladegeneration in der Farbstoffuntersuchung
Feuchte Makuladegeneration in der Farbstoffuntersuchung

Liegt eine feuchte Makuladegerneration vor und ist die Sehschärfe noch nicht zu stark reduziert, übernehmen die Krankenkassen auf Antrag eine Behandlung.

Das Medikament wird mit einer dünnen Kanüle direkt ins Auge (Glaskörper) injiziert und entfaltet dort über Wochen seine Wirkung. In der Regel findet ein Zyklus mit 3 Injektionen statt, der zum Großteil auch von der Kasse übernommen wird. Die Medikamente, die zur Intravitralen Injektion zugelassen wurden, sind die einzige validierte Methode, um den Verfall der Sehschärfe in vielen Fällen aufzuhalten.

Nicht jeder Patient spricht auf die Behandlung an. Oft ist auch eine Wiederholung der Injektions-Zyklen notwendig.

 

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Aktualisiert: 19.05.2013

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